Photovoltaik für Gewerbe – Kosten und Auslegung

Photovoltaik für Gewerbe: Was eine Anlage kostet und was sie einbringt

Sie wollen die Photovoltaikanlage selbst besitzen und den erzeugten Strom vollständig für sich nutzen? Wir liefern schlüsselfertig – von der Dachprüfung über Planung und Installation bis zur Inbetriebnahme. Von 30 bis 750 kWp für Produktion, Handwerk, Handel und Landwirtschaft. Wir legen aus, bauen und übergeben schlüsselfertig.

30–750
kWp Anlagenleistung
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Was eine gewerbliche Anlage pro kWp kostet

Der Preis je Kilowatt-Peak sinkt mit der Anlagengröße, weil Planung, Gerüst, Netzanschluss und Anfahrt sich auf mehr Leistung verteilen. Die folgenden Spannen sind Orientierungswerte für schlüsselfertige Aufdachanlagen auf Trapezblech, ohne Speicher und ohne erforderliche Dachsanierung.

Anlagengröße Preis je kWp Dachfläche Jahresertrag
30 kWp1.100 – 1.400 €ca. 170 m²ca. 28.000 kWh
50 kWp1.000 – 1.300 €ca. 280 m²ca. 47.000 kWh
100 kWp900 – 1.150 €ca. 550 m²ca. 95.000 kWh
300 kWp800 – 1.000 €ca. 1.650 m²ca. 285.000 kWh
750 kWp700 – 900 €ca. 4.100 m²ca. 710.000 kWh

Die Ertragswerte entsprechen rund 950 kWh je kWp und Jahr, einem realistischen Mittelwert für Deutschland. Nach Süden ausgerichtete Anlagen in Süddeutschland erreichen mehr, Ost-West-Aufständerungen und norddeutsche Standorte etwas weniger. Ihren konkreten Wert ermitteln wir mit einer Simulation für Ihr Dach.

Warum der Eigenverbrauch über die Rendite entscheidet

Seit dem Kabinettsbeschluss vom 29. Juli 2026 soll die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen ab 2027 auslaufen. Für gewerbliche Anlagen verschiebt das die Rechnung grundlegend: Eingespeister Strom bringt immer weniger, selbst verbrauchter Strom spart dagegen das, was Sie heute Ihrem Versorger zahlen.

Konkret heißt das: Eine Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen, ist für Sie so viel wert wie Ihr Netzbezugspreis, also je nach Vertrag 20 bis 30 Cent. Dieselbe Kilowattstunde eingespeist bringt deutlich weniger. Der Eigenverbrauchsanteil ist damit der wichtigste Hebel Ihrer Amortisation, wichtiger als der Anschaffungspreis.

Betriebe mit gleichmäßigem Tagesstromverbrauch erreichen Eigenverbrauchsquoten von 60 bis 90 Prozent und amortisieren die Anlage deshalb in der Regel in sechs bis zehn Jahren. Betriebe, die tagsüber wenig verbrauchen, liegen deutlich darüber. Bei einer Anlagenlebensdauer von 25 bis 30 Jahren bleibt in beiden Fällen Ertrag, der Unterschied liegt im Tempo.

Für welche Betriebe sich der Kauf besonders rechnet

Entscheidend ist nicht die Branche, sondern das Lastprofil. Wer tagsüber verbraucht, wenn die Sonne scheint, braucht keinen Speicher, um hohe Eigenverbrauchsquoten zu erreichen.

Sehr gut geeignet

Kühlhäuser und Kühllogistik, Metallverarbeitung, Bäckereien, Wäschereien, Gärtnereien mit Belüftung, Molkereien, Supermärkte, Betriebe mit Druckluft oder Klimatisierung. Hier läuft der Verbrauch parallel zur Erzeugung.

Gut geeignet mit Ergänzung

Handwerksbetriebe, Autohäuser mit Werkstatt, Bürogebäude, Logistik mit Tagesbetrieb. Hier heben Batteriespeicher oder Ladeinfrastruktur für Firmenfahrzeuge den Eigenverbrauch deutlich.

Kauf meist nicht die erste Wahl

Reine Lagerhallen ohne Betrieb, vermietete Objekte ohne eigenen Verbrauch, saisonal genutzte Gebäude. Hier ist die Verpachtung der Dachfläche in der Regel der bessere Weg, weil Sie nicht investieren und dennoch Einnahmen erhalten.

Was im schlüsselfertigen Paket enthalten ist

Wir übernehmen das Vorhaben vollständig, von der ersten Auslegung bis zur Inbetriebsetzung durch den Netzbetreiber. Sie haben einen Ansprechpartner und einen Vertrag.

Enthalten sind die Ertragssimulation für Ihr Dach, die statische Prüfung der Tragfähigkeit, Module, Unterkonstruktion und Wechselrichter, die Montage einschließlich Gerüst und Absturzsicherung, die komplette Elektroinstallation bis zum Zählerschrank, das Netzanschlussbegehren beim Netzbetreiber, das Anlagenzertifikat ab 270 kW, die Anmeldung im Marktstammdatenregister und die Inbetriebsetzung. Auf Wunsch ergänzen wir Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur oder ein Monitoring.

Nicht enthalten sind Maßnahmen am Dach selbst, sofern eine Sanierung erforderlich ist. Ob das bei Ihnen der Fall ist, klärt die statische Prüfung, und wir sagen es Ihnen vor der Beauftragung, nicht danach.

Was Sie steuerlich geltend machen können

Gewerbliche Photovoltaikanlagen sind abnutzbare Wirtschaftsgüter und werden über 20 Jahre linear abgeschrieben. Hinzu kommen je nach betrieblicher Situation der Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG und Sonderabschreibungen, die einen erheblichen Teil der Investition in den ersten Jahren steuerlich wirksam machen können.

Auf der Finanzierungsseite bietet die KfW zinsverbilligte Kredite für Erneuerbare Energien an, dazu kommen Programme einzelner Bundesländer, teils mit Zuschüssen für Speicher oder Ladeinfrastruktur. Welche Kombination für Sie passt, hängt von Ihrer Rechtsform und Ihrer Gewinnsituation ab. Wir benennen Ihnen die in Frage kommenden Wege, die konkrete Gestaltung gehört in die Hände Ihres Steuerberaters.

Vom Erstgespräch bis zur fertigen Anlage

Rechnen Sie von der Beauftragung bis zur Inbetriebnahme mit sechs bis zwölf Monaten. Der längste und am wenigsten beeinflussbare Teil ist das Netzanschlussverfahren, dessen Bearbeitung beim Netzbetreiber allein bis zu acht Wochen dauert und bei größeren Anlagen länger.

Der Ablauf im Überblick: Erstgespräch und Abfrage Ihres Jahresverbrauchs, Auslegung mit Ertragssimulation und Angebot, statische Prüfung, Netzanschlussbegehren, nach Zusage die Detailplanung und Beschaffung, Montage und Elektroinstallation, Anmeldung und Inbetriebsetzung. Was Sie dabei beitragen müssen, ist überschaubar: Zugang zum Dach, Ihre Verbrauchsdaten und die Unterschrift.

Was Gewerbekunden häufig fragen

Was kostet eine Photovoltaikanlage für Gewerbe pro kWp?
Schlüsselfertige Aufdachanlagen auf Trapezblech liegen je nach Größe zwischen rund 700 und 1.400 Euro pro kWp. Kleine Anlagen um 30 kWp liegen am oberen Ende, Anlagen ab 300 kWp am unteren, weil sich Planung, Gerüst und Netzanschluss auf mehr Leistung verteilen. Nicht enthalten sind Speicher und etwaige Dachsanierungen.
Wie schnell amortisiert sich eine gewerbliche PV-Anlage?
Das hängt fast ausschließlich vom Eigenverbrauchsanteil ab. Betriebe mit gleichmäßigem Tagesverbrauch erreichen 60 bis 90 Prozent Eigenverbrauch und amortisieren die Anlage meist in sechs bis zehn Jahren. Wer tagsüber wenig verbraucht und überwiegend einspeist, liegt deutlich darüber, insbesondere seit die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen ab 2027 auslaufen soll.
Wie viel Dachfläche brauche ich für 100 kWp?
Als Faustwert benötigt 1 kWp etwa 5 bis 6 Quadratmeter belegbare Dachfläche. Für 100 kWp sind das rund 550 Quadratmeter. Bei Ost-West-Aufständerung auf Flachdächern liegt der Flächenbedarf je kWp etwas höher, dafür verteilt sich der Ertrag gleichmäßiger über den Tag.
Kaufen oder Dachfläche verpachten, was ist besser?
Das entscheidet Ihr Stromverbrauch. Verbrauchen Sie am Standort selbst nennenswert Strom, ist der Kauf meist deutlich lukrativer, weil jede selbst genutzte Kilowattstunde Ihren Netzbezugspreis einspart. Haben Sie ein Dach ohne Verbrauch darunter, etwa eine reine Lagerhalle, ist die Verpachtung der bessere Weg, weil Sie nicht investieren und dennoch Einnahmen erzielen.
Was ist bei der Statik zu beachten?
Vor der Montage prüfen wir, ob das Dachtragwerk die zusätzliche Last aufnehmen kann. Eine Aufdachanlage bringt je nach System etwa 15 bis 25 Kilogramm pro Quadratmeter ein, bei ballastierten Flachdachsystemen mehr. Reicht die Tragfähigkeit nicht, sagen wir Ihnen das vor der Beauftragung und nennen den Umfang einer erforderlichen Verstärkung.
Brauche ich einen Batteriespeicher?
Nicht zwingend, aber er verändert die Rechnung. Betriebe mit hohem Tagesverbrauch erreichen auch ohne Speicher gute Eigenverbrauchsquoten. Wo der Verbrauch abends oder nachts liegt, hebt ein Speicher den Eigenverbrauch erheblich. Zusätzlich gewinnt er an Bedeutung, weil für Neuanlagen eine Begrenzung der Einspeiseleistung auf 50 Prozent geplant ist.

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